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Oft gestellte Fragen

Menschen, Worte, Taten – partnerschaftlich, wegweisend, couragiert.

Wir sind geduldige Zuhörer und zupackende Macher. Bei uns arbeiten Menschen, die wissen, was sie tun. Wir liefern kostbare Erfahrungen und klare Empfehlungen, auf die man bauen kann. Weil wir wissen, was unsere Mandanten bewegt, finden Sie hier häufig gestellte Fragen, die weiter helfen.

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Wie finde ich eigentlich genau den richtigen Rechtsanwalt für mein Problem?

Weil wir wollen, dass Sie weit mehr finden, als Sie suchen, gibt es bei uns Rechtsanwälte mit unterschiedlichen Fachgebieten und Spezialisierungen – damit können wir in fast allen Fällen direkt weiter helfen. Bei nicht juristischen Fragestellungen können wir auf ein bewährtes Netzwerk von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Unternehmensberatern zurückgreifen.

Sprechen Sie uns an, lernen Sie uns kennen und schildern Sie uns Ihr Anliegen. Wir geben Ihnen eine ehrliche Antwort, ob Sie bei uns in guten Händen sind.

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Was bedeutet Fachanwalt?

Ein Anwalt darf sich nur dann als Fachanwalt bezeichnen, wenn er eine entsprechende Weiterbildung und Spezialisierung in diesem Bereich vorgenommen und sein Wissen nachgewiesen hat. In unserer Kanzlei finden Sie neben top ausgebildeten Rechtsanwälten mit langjähriger Erfahrung Fachanwälte in den Bereichen Verkehrsrecht und Arbeitsrecht sowie drei erfahrende Notare.

Eine Auswahl weitere Schwerpunkte können den jeweiligen Profilen der Anwälte entnommen werden.

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Wie bereite ich mich auf den ersten Termin vor?

Ruhig bleiben, ist unsere wichtigste Empfehlung. Emotional auf Problemstellungen zu reagieren ist in den wenigsten Fällen eine gute Lösung. Gerade bei der ersten Erfassung eines Sachverhaltes im Mandantengespräch müssen beide Seiten Zeit mitbringen, da jede Kleinigkeit, jede Nuance oder Beiläufigkeit sich gravierend auswirken kann. Deshalb nehmen Sie sich vorher Zeit und machen Sie sich in Ruhe Gedanken.

Schreiben Sie sich alle Fakten auf. Je mehr wir wissen, desto gezielter können wir auf den Fall eingehen. Häufig ist es hilfreich, Ihr Anliegen vorbereitend schriftlich zu notieren, damit keine Ihrer Fragen unbeantwortet bleibt. In vielen Fällen gibt es schriftliche Unterlagen wie Verträge, Schreiben von Versicherungen und anderen Institutionen oder E-Mails, die bei der Bearbeitung eines Falles weiter helfen können. Bitte bringen Sie solche schriftlichen Unterlagen mit. Wir nehmen uns Zeit Ihnen zuzuhören und können in der Regel bereits zum Ende des Gesprächs eine Einschätzung und Handlungsempfehlung abgeben.

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Was kostet die anwaltliche Interessenvertretung?

Sofern keine Honorarvereinbarung getroffen wird, richten sich die Kosten unserer Beauftragung nach den Bestimmungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG). Zur Bestimmung der Kosten nach dem RVG ist zunächst der sog. Gegenstandswert maßgeblich. Hieraus lassen sich die jeweiligen Gebühren berechnen.

Welche konkreten Gebühren anfallen, ergibt sich wiederum aus dem Umfang unserer Beauftragung. Scheuen Sie nicht davor zurück, uns auf die voraussichtlichen Kosten in Ihrem Einzelfall anzusprechen. Wir informieren nachvollziehbar, transparent und erläutern zudem mögliche Kostenerstattungsansprüche gegenüber der Gegenseite.

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Wann übernimmt meine Rechtschutzversicherung die Kosten?

Wer selbst klagt oder sogar verklagt wird, hat oft Sorge wegen zu erwartender hoher Kosten. In diesen Fällen kann eine Rechtsschutzversicherung den notwendigen Rückhalt bieten. Ob Ihre Rechtschutzversicherung die Kosten in Ihrem speziellen Fall übernimmt, kommt in erster Linie auf die in Ihrem Vertrag abgesicherten Fachgebiete an.

Geht es um einen Verkehrsrechtsfall, ist in vielen Kfz-Versicherungsverträgen oder bei Automobilclubs bereits eine Rechtsschutzversicherung enthalten. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt in der Regel die Kosten, die notwendig sind, um einen Anspruch zu verfolgen oder unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Dazu gehören die eigenen Anwaltskosten, die Gerichtskosten und auch die erstattungsfähigen Kosten der Gegenseite, im Falle des Unterliegens.

Um sicher zu gehen, sollten Sie besonders bei allen umfangreicheren Fällen vor Beauftragung eines Rechtsanwaltes am besten bei Ihrer Rechtsschutzversicherung nachfragen, ob diese in Ihrem Fall die Kosten übernimmt und wenden sich erst nach erteilter Deckungszusage an den Anwalt ihres Vertrauens. So gehen Sie sicher, dass die Tätigkeiten des Anwaltes von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen werden. Sofern Sie nicht in der Lage sind, die Kosten selber zu tragen, besteht die Möglichkeit der Gewährung von Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe.

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Kann ich während eines Verfahrens den Rechtsanwalt wechseln?

Das Mandatsverhältnis zwischen Mandant und Rechtsanwalt beurteilt sich nach dem Recht des Dienstvertrages im Bürgerlichen Gesetzbuch. Da der Rechtsanwalt "Dienste höherer Art" leisten sollte, die auf der Grundlage besonderen Vertrauens übertragen werden, können Sie Ihr Mandat auch jederzeit kündigen. Sie brauchen dazu keine Fristen einzuhalten und keine Begründung zu liefern.

Allerdings sollten Sie beachten, dass Sie Ihr Mandat nicht in dem Augenblick aufkündigen, in dem Fristen ablaufen. So riskieren Sie eventuell eine Frist zu versäumen. Auch ist der Anspruch auf Rechtsanwaltsgebühren zu klären, wozu in jedem Fall der neue Anwalt beratend tätig werden kann. Eine Mandatskündigung kann dazu führen, dass selbst im Falle des Obsiegens die eigenen Anwaltskosten nicht von der Gegenseite zu erstatten sind.


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Kann ich während der Beratung alles fragen?

Sie müssen sogar. Erfolg kann man nur dann haben, wenn Mandant und Rechtsanwalt eng zusammenarbeiten, deshalb ist es uns sehr wichtig auf Augenhöhe mit Ihnen zu agieren.

Wir unterliegen grundsätzlich der anwaltlichen Schweigepflicht. Sie gibt Ihnen als Mandant die erforderliche Sicherheit, mit uns ganz offen zu sprechen.

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Unsere Kanzlei seit 1861

Im Jahre 1861 ließ sich Kreisrichter Eduard Blumberg als Rechtsanwalt und Notar in Warendorf nieder und erhielt wenig später den Titel Justizrat verliehen. Ihm folgte sein Sohn Julius Blumberg.

1926 übernahm der münsterländische Rechtsanwalt und Notar Josef Lange die Praxis in der Oststraße. Ihm folgte 1962 sein Sohn Hans-Joachim, der sich 1979 mit Rechtsanwalt und Notar Rainer Budde zusammenschloss. 1987 trat Rechtsanwalt und Notar Günther Ulrich Holzhey in die Praxis ein.

Das Team wurde 2012 durch den Rechtsanwalt und Notar Klaus Ermeling sowie im Jahre 2013 durch den Rechtsanwalt Matthias Spengler verstärkt. Einen weiteren Zuwachs erfuhr unsere Kanzlei durch den Beitritt von Rechtsanwalt Simon Steckel.

In westfälischer Beharrlichkeit entstand in über 150 Jahren unser modern ausgerichtetes juristisches Dienstleistungszentrum. In enger vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Unternehmensberatern, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern optimieren wir unsere Leistung.

Zuverlässigkeit und Qualifikation sind über Jahrzehnte unser Markenzeichen. Den Beweis hierfür liefern unsere über Generationen festverbundenen Mandanten. Aufgrund der bundesweiten Tätigkeit unserer Mandanten sind wir weit über die Region hinaus tätig.

Download "Historischer Überblick“

 

Unsere Kanzlei in chronologischer Übersicht

1861

Gründung der Kanzlei durch Rechtsanwalt und Notar Eduard Blumberg

1887

Fortführung der Kanzlei durch Rechtsanwalt und Notar Julius Blumberg

1926

Fortführung der Kanzlei durch Rechtsanwalt und Notar Josef Lange

1962

Fortführung der Kanzlei durch Rechtsanwalt und Notar Hans-Joachim Lange

1979

Eintritt des Rechtsanwalts und Notar Rainer Budde

1987

Eintritt des Rechtsanwalts und Notar Günther Ulrich Holzhey

2012

Eintritt des Rechtsanwalts und Notar Klaus Ermeling

2013

Eintritt des Rechtsanwalts Matthias Spengler

2015

Eintritt des Rechtsanwalts Simon Steckel

 

Unsere Kanzlei in Fakten

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Aktuelle Mandanteninformationen

Inhaltsverzeichnis - September 2016

Aktuelles aus dem Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht

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Abnahme einer Wohnung durch Einzug und Kaufpreiszahlung

In der Regel wird bei neu zu errichtenden Eigentumswohnungen eine förmliche Abnahme vereinbart. Die Vereinbarung einer förmlichen Abnahme kann durch eine stillschweigende Vereinbarung nachträglich wieder aufgehoben werden. Es bedarf jedoch hinreichender Anhaltspunkte für die Annahme derartiger Aufhebungsvereinbarungen. An das Vorliegen der Voraussetzungen einer Aufhebung sind strenge Anforderungen zu stellen.

Vor diesem Hintergrund haben die Richter des Oberlandesgerichts Bamberg entschieden, dass zumindest konkludent die Abnahme einer Wohneigentumslage erfolgt, wenn sämtliche Erwerber ihre Wohnung bezogen und diese zusammen mit den in gemeinschaftlichem Eigentum stehenden Teilen der Wohnanlage genutzt und zudem den Kaufpreis vollständig bezahlt haben.

So hatte in dem entschiedenen Fall keine der Kaufvertragsparteien, auf Erwerberseite auch nicht die Gemeinschaft der Eigentümer für die Käufer, vor oder bei Zahlung der letzten Kaufpreisrate für das gemeinschaftliche Eigentum auf die Durchführung einer förmlichen Abnahme entsprechend der gleichlautenden Regelung in den Erwerberverträgen bestanden. Mit der vollständigen Zahlung der letzten Kaufpreisrate haben die Erwerber zudem jeder für sich zum Ausdruck gebracht, dass sie das Werk insgesamt als im Wesentlichen vertragsgemäß anerkennen.

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Schadenersatzanspruch nach Preismanipulation des Verkäufers bei eBay-Auktion

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte sich am 24.8.2016 mit den rechtlichen Auswirkungen von Geboten zu befassen, die der Verkäufer im Rahmen einer Internetauktion auf von ihm selbst zum Kauf angebotene Gegenstände abgibt, um auf diese Weise den Auktionsverlauf zu seinen Gunsten zu manipulieren.

Folgender Sachverhalt lag dem BGH zur Entscheidung vor: Ein Verkäufer bot auf der Internetplattform eBay einen gebrauchten Pkw im Wege einer Internetauktion mit einem Startpreis von 1 € zum Verkauf an. Diesen Betrag bot ein unbekannt gebliebener Fremdbieter. Ein weiterer Fremdbieter beteiligte sich ebenfalls an der Auktion. Dabei wurde dieser vom Verkäufer, der über ein zweites Benutzerkonto Eigengebote abgab, immer wieder überboten. Derartige Eigengebote sind nach den zugrunde liegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen von eBay unzulässig. Bei Auktionsschluss lag ein "Höchstgebot" des "Verkäufers" über 17.000 € vor.

Der BGH hat zunächst seine Rechtsprechung bekräftigt, dass sich der Vertragsschluss bei eBay-Auktionen nicht nach den BGB-Regelungen zur Versteigerung beurteilt, sondern nach den allgemeinen Regeln des Vertragsschlusses (Angebot und Annahme). Danach richtet sich das von einem Anbieter im Rahmen einer eBay-Auktion erklärte Angebot nur an "einen anderen", mithin an einen von ihm personenverschiedenen Bieter. Damit konnte der Verkäufer durch seine Eigengebote von vornherein keinen Vertragsschluss zustande bringen.

Dass der Bieter nach dem Auktionsergebnis die Lieferung des Fahrzeugs für einen eher symbolischen Kaufpreis von 1,50 € hat beanspruchen können, beruht allein auf dem erfolglosen Versuch des Verkäufers, den Auktionsverlauf in unlauterer Weise zu seinen Gunsten zu manipulieren.

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Widerrufsfrist beginnt "frühestens nach Erhalt der Widerrufsbelehrung"

Eine in einem Darlehensvertrag beigegebene Widerrufsbelehrung, die dahin lautete, die Widerrufsfrist beginne "frühestens mit Erhalt dieser Belehrung", informierte die Darlehensnehmer nicht hinreichend deutlich über den Beginn der Frist.

Auf die Gesetzlichkeitsfiktion des vom Verordnungsgeber eingeführten Musters für die Widerrufsbelehrung kann sich der Darlehensgeber nicht berufen, wenn er gegenüber dem Muster erhebliche Änderungen vorgenommen hat.

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Vereinbarung einer Chefarzt-OP bindet

Die Rechtsprechung leitet das Erfordernis der Einwilligung des Patienten in die Heilbehandlung zur Rechtfertigung des Eingriffs in die körperliche Integrität aus dem im Grundgesetz geregelten Recht auf körperliche Unversehrtheit und seinem Selbstbestimmungsrecht als Ausfluss des Rechts auf Menschenwürde her. Geschützt wird damit die Entscheidungsfreiheit des Patienten über seine körperliche Integrität, über die sich der behandelnde Arzt nicht selbstherrlich hinwegsetzen darf.

Erklärt der Patient, er wolle sich nur von einem bestimmten Arzt operieren lassen, darf ein anderer Arzt den Eingriff nicht vornehmen. Ist ein Eingriff durch einen bestimmten Arzt, regelmäßig den Chefarzt, vereinbart oder konkret zugesagt, muss der Patient rechtzeitig aufgeklärt werden, wenn ein anderer Arzt an seine Stelle treten soll. Fehlt die wirksame Einwilligung in die Vornahme des Eingriffs, ist der in der ärztlichen Heilbehandlung liegende Eingriff in die körperliche Integrität rechtswidrig.

Vor diesem Hintergrund kann sich der Arzt, der ohne eine auf seine Person bezogene Einwilligung des Patienten operiert hat, nicht darauf berufen, dass der Patient mit der Vornahme des Eingriffs durch einen anderen - zumal besser qualifizierten - Operateur einverstanden gewesen sei.

In den vom Bundesgerichtshof am 19.7.2016 entschiedenen Fall wurde ein Patient vom Chefarzt untersucht. Er vereinbarte mit der Klinik, dass die anstehende OP von diesem vorgenommen werden sollte. Tatsächlich wurde er jedoch vom stellvertretenden Oberarzt operiert. Ferner stellten sich bei dem Patienten nach der OP an der operierten Hand erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen ein.

Der Fall wurde an das Oberlandesgericht Koblenz zurückverwiesen. Dies hat nun zu entscheiden, ob dem Patienten ein Schmerzensgeld zusteht.

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Anforderungen an die Fristsetzung zur Nacherfüllung im Kaufrecht

Für eine Fristsetzung zur Nacherfüllung eines Kaufvertrages genügt es, wenn der Käufer durch das Verlangen nach sofortiger, unverzüglicher oder umgehender Leistung oder durch vergleichbare Formulierungen deutlich macht, dass dem Verkäufer für die Erfüllung nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung steht. Der Angabe eines bestimmten Zeitraums oder eines bestimmten (End-) Termins bedarf es dabei nicht. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seiner Entscheidung vom 13.7.2016 festgelegt.

Insbesondere wenn - wie im entschiedenen Fall - in einer E-Mail mit auf 5 Seiten konkretisierten Mängeln einer Einbauküche und der Bitte um "schnelle Behebung" versehene Nachbesserungsverlangen die Nachbesserung aufgelistet wird, ist dies eine ausreichende Fristsetzung.

Mit einer derartigen Formulierung wird nach Auffassung der BGH-Richter dem Verkäufer eine zeitliche Grenze gesetzt, die aufgrund der jeweiligen Umstände des Einzelfalls bestimmbar ist und ihm vor Augen führt, dass er die Nachbesserung nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt bewirken darf.

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Höhere Sicherheitsanforderung bei der Datenerhebung im E-Commerce

Die Nutzung informationstechnischer Systeme (IT-Systeme) und des Internets mit seinen vielfältigen Angeboten durchdringen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in immer größerem Maße. Bedeutende Teilbereiche des privaten und öffentlichen Lebens werden zunehmend ins Netz verlagert oder von diesem beeinflusst.

Durch das am 1.8.2015 in Kraft getretene IT-Sicherheitsgesetz wurde auch das Telemediengesetz geändert und um eine Neuregelung ergänzt. Dort heißt es:
Diensteanbieter haben, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist, im Rahmen ihrer jeweiligen Verantwortlichkeit für geschäftsmäßig angebotene Telemedien durch technische und organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass

  • kein unerlaubter Zugriff auf die für ihre Telemedienangebote genutzten technischen Einrichtungen möglich ist
  • und diese gegen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten und gegen Störungen, auch soweit sie durch äußere Angriffe bedingt sind, gesichert sind.

Vorkehrungen müssen den Stand der Technik berücksichtigen.

Anmerkung: Für den E-Commerce bedeutet das, dass der Diensteanbieter/Online-Händler sicherstellen muss, dass er technische Einrichtungen gegen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten vorhalten muss, die sicher sind. Es muss also ein als sicher anerkanntes Verschlüsselungsverfahren eingesetzt werden. Dies kann, muss aber nicht, mittels eines Verschlüsselungsverfahrens wie den SSL-Zertifikaten geschehen. Unternehmen, die personenbezogene Daten erheben bzw. verwalten, sollten daher ihre Sicherheitssysteme überprüfen und ggf. entsprechend anpassen.

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Kündigung eines Bausparvertrages zur Zinsersparnis?

In drei vom Oberlandesgericht Hamm (OLG) am 22.6.2016 entschiedenen Sachverhalten hatte eine Bausparkasse die Bausparverträge gekündigt, weil die Bausparer auch 10 Jahre nach der Zuteilungsreife der Verträge keine Darlehen in Anspruch genommen hatten und für die angesparten Gelder weiterhin den jeweils vereinbarten Sparzins von 2,5 % bzw. 3 % erhielten. Nach Auffassung der Richter waren die Kündigungen gerechtfertigt, weil sich die Bausparkasse auf das im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelte Kündigungsrecht des Darlehensnehmers berufen konnte.

Anmerkung: Das OLG Hamm hat damit an seiner früheren Rechtsprechung festgehalten und sich der hiervon abweichenden aktuellen Rechtsprechung des OLG Stuttgart - siehe hierzu auch den Beitrag in der Juni-Ausgabe - nicht angeschlossen. Wegen der derzeit unterschiedlichen obergerichtlichen Rechtsprechung haben die Richter des OLG Hamm in allen 3 Fällen die Revision zugelassen, sodass die Bausparer eine höchstrichterliche Entscheidung durch den Bundesgerichtshof herbeiführen können.

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Einseitige Preiserhöhung vonseiten der Pflegeheimbetreiber

Nach dem Gesetz zur Regelung von Verträgen über Wohnraum mit Pflege- oder Betreuungsleistungen (WBVG) kann der Unternehmer, wenn sich die bisherige Berechnungsgrundlage verändert, eine Erhöhung des Entgelts "verlangen". Eine Entgelterhöhung des Unternehmers (Heimträger) bei Änderung der Berechnungsgrundlage bedarf zu ihrer Wirksamkeit jedoch der Zustimmung des Verbrauchers (Heimbewohner). Eine davon abweichende Vereinbarung, die ein einseitiges Entgelterhöhungsrecht des Heimträgers vorsieht, ist unwirksam.

Das WBVG bringt zum Ausdruck, dass dem Unternehmer kein einseitiges Gestaltungsrecht, sondern lediglich ein Anspruch zusteht, den er gegenüber dem Heimbewohner geltend machen muss. Der Gesetzeswortlaut orientiert sich unter anderem an den Regelungen des Mietrechts, welche eine Mieterhöhung von der Zustimmung des Mieters abhängig machen. Dort ist ausdrücklich geregelt, dass der Mieter dem "Mieterhöhungsverlangen" des Vermieters zustimmen muss.

Der Verbraucher schuldet das erhöhte Entgelt frühestens 4 Wochen nach Zugang des hinreichend begründeten Erhöhungsverlangens. Die Mindestfrist von 4 Wochen soll ihm eine ausreichende Bedenkzeit für seine Entscheidung verschaffen, ob er mit der vom Unternehmer beabsichtigten Entgelterhöhung einverstanden ist.

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Grober Behandlungsfehler eines Tierarztes

In einem vom Bundesgerichtshof (BGH) entschiedenen Fall stellte eine Pferdebesitzerin ihr Pferd einem Tierarzt wegen einer Verletzung am rechten hinteren Bein zur Behandlung vor. Der Arzt verschloss die Wunde, unternahm aber keine weiteren Untersuchungen. Später wurde eine Fraktur des verletzten Beines diagnostiziert. Die Operation der Fraktur gelang nicht, das Pferd wurde noch am selben Tag getötet. Es hatte durch den Tritt eines anderen Pferdes eine Fissur des Knochens erlitten, die sich zu einer vollständigen Fraktur entwickelt hatte.

Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass der Tierarzt der Tierhalterin Schadensersatz wegen der fehlerhaften Behandlung ihres Pferdes zu zahlen hat. Er habe einen groben Behandlungsfehler in Form eines Befunderhebungsfehlers begangen. Er hätte erkennen müssen, dass die Möglichkeit einer Fissur bestand und dazu weitere Untersuchungen vornehmen müssen, die diese bestätigt hätten.

Anmerkung: Die BGH-Richter führten in der Entscheidung weiterhin aus, dass die in der Humanmedizin entwickelten Rechtsgrundsätze hinsichtlich der "Beweislastumkehr" bei groben Behandlungsfehlern, insbesondere auch bei Befunderhebungsfehlern, auch im Bereich der tierärztlichen Behandlung anzuwenden sind. Beide Tätigkeiten beziehen sich auf einen lebenden Organismus.

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Schmerzensgeld bei fehlender Aufklärung von Anästhesiemöglichkeiten

Ein Zahnarzt kann für eine Behandlung mittels Infiltrations- oder Leitungs-anästhesie haften, wenn er den Patienten über die als echte Alternative mögliche Behandlung mittels intraligamentärer Anästhesie nicht aufgeklärt hat und die vom Patienten für den zahnärztlichen Eingriff erteilte Einwilligung deswegen unwirksam gewesen ist.

Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist die Wahl der Behandlungsmethode zwar primär Sache des Arztes. Gibt es allerdings mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Behandlungsmethoden, die wesentliche unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, besteht mithin eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten. Dann muss diesem nach entsprechend vollständiger ärztlicher Aufklärung die Entscheidung überlassen bleiben, auf welchem Wege die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will.

So ist bei der Aufklärung auf Alternativen zur Maßnahme hinzuweisen, wenn mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Methoden zu wesentlich unterschiedlichen Belastungen, Risiken oder Heilungschancen führen können.

Aktuelles aus dem Steuerrecht

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Sofortabzug eines Disagios nur bei Marktüblichkeit

Ein Disagio ist nur dann nicht sofort als Werbungskosten abziehbar, wenn es sich nicht im Rahmen des am aktuellen Kreditmarkt Üblichen hält. Wird eine Disagiovereinbarung mit einer Geschäftsbank wie unter fremden Dritten geschlossen, indiziert dies die Marktüblichkeit.

In seiner Entscheidung vom 8.3.2016 legt der Bundesfinanzhof zum Abzug des Disagios als Werbungskosten fest:

Ausgaben sind in dem Kalenderjahr anzusetzen, in dem sie geleistet worden sind. Werden Ausgaben für eine Nutzungsüberlassung von mehr als 5 Jahren im Voraus geleistet, sind sie insgesamt auf den Zeitraum gleichmäßig zu verteilen. Diese Regelung ist auf ein Disagio jedoch nicht anzuwenden, soweit es marktüblich ist. Danach ist auch ein marktübliches Disagio, das für einen Kredit über eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren gezahlt wird, nicht auf die Laufzeit zu verteilen, sondern kann im Jahr der Leistung, d. h. des Abflusses, voll zum Abzug gebracht werden.

Demgegenüber ist eine "Zinsvorauszahlung" regelmäßig anzunehmen, wenn der Nominalzins ungewöhnlich niedrig und das Disagio entsprechend hoch bemessen ist. Danach rechtfertigt nur ein ungewöhnlicher Nominalzins die Versagung des Sofortabzugs des Disagios.

Soweit das Bundesfinanzministerium aus Vereinfachungsgründen von der Marktüblichkeit ausgeht, wenn für ein Darlehen mit einem Zinsfestschreibungszeitraum von mindestens 5 Jahren ein Disagio in Höhe von bis zu 5 % vereinbart worden ist, bedeutet dies eine Sachverhaltstypisierung, die die tatrichterliche Würdigung erleichtert.

Handelt es sich jedoch um ein Disagio von mehr als 5 %, so trifft die genannte - auch von der Finanzverwaltung aus Vereinfachungsgründen als marktüblich angesehene - 5%ige Nichtbeanstandungsgrenze keine Aussage.

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Keine Berücksichtigung von Nebenräumen beim häuslichen Arbeitszimmer

Bereits mit Beschluss vom 27.7.2015 hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs entschieden, dass die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, das nicht nahezu ausschließlich betrieblich oder beruflich genutzt wird ("gemischt genutztes Arbeitszimmer"), steuerlich nicht zu berücksichtigen sind.

Nunmehr stellt der 10. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) mit Urteil vom 17.2.2016 fest, dass Aufwendungen für Nebenräume (Küche, Bad und Flur), die in die häusliche Sphäre eingebunden sind und zu einem nicht unerheblichen Teil privat genutzt werden, bei einem steuerrechtlich anzuerkennenden Arbeitszimmer nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden können.

Mit der vorliegenden Entscheidung knüpft der BFH an das Aufteilungsverbot auch für Nebenräume der häuslichen Sphäre an. Die Nutzungsvoraussetzungen sind individuell für jeden Raum und damit auch für Nebenräume zu prüfen. Eine zumindest nicht unerhebliche private Mitnutzung derartiger Räume ist daher abzugsschädlich.

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Unfallkosten als Werbungskosten trotz Entfernungspauschale

Die Bundesregierung beantwortet die Frage, inwieweit aufgrund des eindeutigen Wortlauts im Gesetzestext und der ergangenen Rechtsprechung mit der Entfernungspauschale sämtliche Aufwendungen, z. B. auch Unfallkosten, abgegolten sind, die einem Arbeitnehmer für die Wege zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte entstehen, und inwieweit diesbezüglich zwischen gewöhnlichen und außergewöhnlichen Aufwendungen zu differenzieren ist, wie folgt:

Mit der Entfernungspauschale sind sämtliche Aufwendungen des Arbeitnehmers für seine Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte abgegolten. Eine Differenzierung zwischen gewöhnlichen und außergewöhnlichen Aufwendungen ist nach dem Wortlaut des Einkommensteuergesetzes nicht vorgesehen.

Aus "Billigkeitsgründen" wird es von der Verwaltung ausnahmsweise jedoch nicht beanstandet, wenn Aufwendungen für die Beseitigung eines Unfallschadens bei einem Verkehrsunfall - neben der Entfernungspauschale - als Werbungskosten geltend gemacht werden. Voraussetzung für diese Billigkeitsregelung ist, dass der Verkehrsunfall sich auf einer Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, auf einer Umwegfahrt zum Betanken des Fahrzeugs oder zur Abholung der Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft ereignet hat und nicht unter Alkoholeinfluss geschehen ist.

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Parkmöglichkeit für Hotelgäste ist mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu versteuern

Für die Vermietung von Wohn- und Schlafräumen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereithält, sowie die kurzfristige Vermietung von Campingflächen, ermäßigt sich die Umsatzsteuer auf 7 %. Das gilt nicht für Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn sie mit dem Entgelt für die Vermietung abgegolten sind.

Wird die Überlassung von Plätzen zum Abstellen von Fahrzeugen zwischen Gast und Hotelier gesondert vereinbart, liegt keine begünstigte Beherbergungsleistung vor. Es kommt der Regelsteuersatz von 19 % zum Tragen. Ist die Überlassung von Plätzen zum Abstellen von Fahrzeugen jedoch nicht gesondert vereinbart, so war umstritten, ob diese unter die Steuerermäßigung fällt oder nicht.

Der BFH hatte in der Vergangenheit bereits entschieden, dass von einem Hotelier im Zusammenhang mit der Beherbergung erbrachte Frühstücksleistungen Leistungen sind, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen und deshalb von der Steuerermäßigung auszunehmen sind. Das Angebot eines Frühstücks stehe neben der reinen Vermietungs- bzw. Beherbergungsleistung. Hotelzimmer könnten auch ohne Frühstück bewohnt werden und würden in der Praxis auch ohne Frühstück angeboten und genutzt.

Zu dem gleichen Ergebnis kam der BFH in seiner Entscheidung vom 1.3.2016 für die Einräumung von Parkmöglichkeiten, auch dann, wenn hierfür kein gesondertes Entgelt berechnet wird. Die kalkulatorischen Kosten der Parkplätze müssen dementsprechend geschätzt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Parkplätze nicht ausschließlich von Hotelgästen, sondern auch von Gästen des Restaurants oder des Sauna- und Wellnessbereichs genutzt werden können

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GmbH-Beteiligung an einer freiberuflichen Personengesellschaft

Eine Personengesellschaft übt nur dann eine "freiberufliche Tätigkeit" und damit gewerbesteuerfreie Tätigkeit aus, wenn sämtliche Gesellschafter die Merkmale eines freien Berufs erfüllen.

Übt ein Gesellschafter keinen freien Beruf aus, so gilt die gesamte, mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit der Personengesellschaft als Gewerbebetrieb - und unterfällt der Gewerbesteuerpflicht.

Der Beteiligung eines Berufsfremden gleichgestellt ist nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg (FG) vom 7.1.2016 die mitunternehmerische Beteiligung einer Kapitalgesellschaft, und zwar unabhängig von der Qualifikation der anderen Gesellschafter.

Eine GmbH ist nach Auffassung des FG einkommensteuer- und gewerbesteuerrechtlich bei der Qualifikation der Tätigkeit einer Personengesellschaft - im entschiedenen Fall einer KG - als "berufsfremde Person" zu werten. Dies gilt unabhängig davon, ob die GmbH Komplementärin oder Kommanditistin bei der KG ist.

Anmerkung: Das FG hat die Revision zum Bundesfinanzhof nicht zugelassen. Es wurde jedoch eine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt, die dort unter dem Az. BFH: VIII B 16/16 anhängig ist.

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Betrugsmasche beim Online-Banking wegen vermeintlicher Steuererstattungen

Betrüger nutzen eine neu entwickelte Form des Bankdatenbetrugs. Mithilfe eines Trojaners wird auf das Online-Konto zugegriffen und dieses manipuliert. Das Online-Konto zeigt bei den betroffenen Steuerpflichtigen eine Gutschrift mit Auftraggeber "Finanzamt" an. Gleichzeitig wird hingewiesen, dass eine "Fehlüberweisung" vorliegt. Das vermeintlich erstattete Geld wird bei einer Rücküberweisung nicht an das Finanzamt, sondern auf das Konto der Kriminellen geleitet.

Bitte beachten Sie! Es wird davor gewarnt, bei solchen Gutschriftbeträgen eine Rücküberweisung zu tätigen. Bei bereits getätigten Überweisungen sollten Betroffene umgehend ihre Bank kontaktieren, um die Überweisung zu stoppen. Bei ungewöhnlichen Vorgängen wird empfohlen, sich mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls die Polizei einzuschalten.

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Modernisierung des Besteuerungsverfahrens ab 2017

Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens will die Bundesregierung bei der Steuererklärung weitgehend ohne schriftliche Belege auskommen. Am 11.5.2016 stimmte der Finanzausschuss dem von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf zu. Folgende Maßnahmen sind dem Entwurf zufolge hervorzuheben:

  • Ausschließlich automationsgestützte Bearbeitung: Eine zentrale Maßnahme der Modernisierung des Besteuerungsverfahrens ist die Verstärkung der ausschließlich automationsgestützten Bearbeitung von dazu geeigneten Steuererklärungen. Durch Einsatz von Risikomanagementsystemen soll eine Konzentration der personellen Ressourcen auf die wirklich prüfungsbedürftigen Fälle erreicht werden.
  • Wandlung von Belegvorlagepflichten: In den Gesetzen und Verordnungen ist vorgesehen, die Belegvorlagepflichten weitestgehend in Belegvorhaltepflichten mit risikoorientierter Anforderung durch die Finanzverwaltung umzuwandeln. Die Belege müssen dennoch vorgehalten werden. Die Steuerpflichtigen müssen daher damit rechnen, dass die von ihnen vorgehaltenen Belege von den Finanzbehörden angefordert werden können. Dies betrifft besonders Spendenquittungen. Meldet der Zuwendungsempfänger die erhaltene Zuwendung direkt an die Finanzverwaltung, soll ganz auf die Belegvorhaltepflicht verzichtet werden können.
  • Neuregelung der Steuererklärungsfristen: Mit dem Gesetz wird eine gesetzliche Fristverlängerung für beratene Steuerpflichtige eingeführt. Während nach den bisherigen "Fristenerlassen" eine Fristverlängerung über den 31. Dezember des Folgejahres nur aufgrund begründeter Einzelanträge möglich ist, können die von der Regelung erfassten Steuererklärungen nunmehr vorbehaltlich einer "Vorabanforderung" oder einer "Kontingentierung" bis zum 28. Februar des Zweitfolgejahres abgegeben werden. Außerdem sieht der Entwurf vor, die Frist zur Abgabe der Steuererklärung (ohne Mitwirkung eines Steuerberaters) von Ende Mai auf Ende Juli des Folgejahres zu verlängern.
  • Erhebung von Verspätungszuschlägen: Die Finanzbehörde muss - mit wenigen Ausnahmen - von Gesetzes wegen bei verspäteter Abgabe der Steuererklärungen einen Verspätungszuschlag erheben. Der Verspätungszuschlag beträgt für jeden angefangenen Monat der eingetretenen Verspätung 0,25 % der festgesetzten Steuer - mindestens jedoch 25 € für jeden angefangenen Monat.
  • Änderungsmöglichkeit bei Rechen- und Schreibfehlern: Vorgeschrieben wird die Aufhebung oder Änderung von Steuerbescheiden, soweit dem Steuerpflichtigen bei Erstellung seiner Steuererklärung Schreib- oder Rechenfehler unterlaufen sind und er deshalb der Finanzbehörde rechtserhebliche Tatsachen nicht mitgeteilt hat.
  • Bekanntgabe von Steuerbescheiden: Die Finanzbehörde kann mit Zustimmung des Steuerpflichtigen bekanntzugebende Verwaltungsakte auf einer Internetplattform bereitstellen und schafft damit eine Abrufmöglichkeit für den Adressaten jederzeit und von jedem Ort der Welt.


Anmerkung: Das Gesetz soll - mit Ausnahmen - am 1.1.2017 in Kraft treten. Über die relevanten Regelungen informieren wir Sie im Einzelnen nach endgültiger Festlegung der Gesetzesfassung.

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Steuerliche Förderung von Elektrofahrzeugen

Am 18.5.2016 legte das Bundeskabinett den Regierungsentwurf des Gesetzes zur Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr vor. Im Einzelnen sind folgende Planungen auf den Weg gebracht:

  • Für den Kauf von Neufahrzeugen soll eine Kaufprämie gewährt werden. Die Kaufprämie in Höhe von 4000 € für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und in Höhe von 3000 € für Plug-In-Hybride wird jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Das zu fördernde Elektroauto darf einen Nettolistenpreis für das Basismodell 60.000 € nicht überschreiten. Die Förderung erfolgt bis zur vollständigen Auszahlung der hierfür vorgesehenen Bundesmittel in Höhe von 600 Mio. €, längstens jedoch bis 2019. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.
  • Seit dem 1.1.2016 bis zum 31.12.2020 gilt bei erstmaliger Zulassung reiner Elektrofahrzeuge eine fünfjährige Kraftfahrzeugsteuerbefreiung. Diese wird rückwirkend zum 1.1.2016 auf 10 Jahre verlängert. Die zehnjährige Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird zudem auf technisch angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Umrüstungen zu reinen Elektrofahrzeugen ausgeweitet.
  • Im Einkommensteuergesetz werden vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für das elekt­rische Aufladen eines privaten Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs des Arbeitnehmers im Betrieb des Arbeitgebers und für die zur privaten Nutzung zeitweise überlassene betriebliche Ladevorrichtung steuerbefreit. Der Arbeitgeber erhält die Möglichkeit, geldwerte Vorteile aus der unentgeltlichen oder verbilligten Übereignung der Ladevorrichtung und Zuschüsse pauschal mit 25 % Lohnsteuer zu besteuern. Die Regelungen werden befristet für den Zeitraum vom 1.1.2017 bis 31.12.2020.
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Impressum

Anwaltskanzlei Budde, Holzhey & Kollegen
August-Wessing-Damm 16/B64
48231 Warendorf

Telefon: +49 2581 2244
Telefax: +49 2581 61350

E-Mail: info@budde-holzhey.de
Internet: www.budde-holzhey.de

Die Anwälte in Warendorf sind Mitglieder der Rechtsanwaltskammer für den Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm, Ostenallee 18 in 59063 Hamm, Telefon: 02381/985000, Telefax: 02381/985050.

Die Notare in Warendorf sind Mitglieder der Notarkammer für den Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm, Ostenallee 18 in 59063 Hamm, Tel.: 02381/985001, Fax: 02381/985051

Berufsrechtliche Regelungen:
- Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
- Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA)
- Fachanwaltsordnung (FAO)
- Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)
- Berufsregelungen der Rechtsanwälte der Europäischen Union

Die Regelungen können bei der Bundesrechtsanwaltskammer unter www.brak.de eingesehen werden.

USt-IdNr.: DE126735790

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV:
Rechtsanwalt und Notar Rainer Budde (Anschrift wie oben)

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Rechtsanwalt / Notar

Rainer Budde

Tätigkeitsschwerpunkte

- Erbrecht
- Gesellschaftsrecht
- Versicherungsrecht
- Bankrecht
- Jagdrecht

buddebudde-holzheyde

Rainer Budde wurde 1950 in Bünde (Westfalen) geboren. Er studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Rechtswissenschaften und leistete das Rechtsreferendariat ebendort. Rainer Budde wurde 1979 als Rechtsanwalt zugelassen und 1982 zum Notar ernannt. Er spricht gut Englisch und verfügt über Grundkenntnisse in Französisch.

Rechtsanwalt Rainer Budde betreut Sie im Gesellschaftsrecht (Umstrukturierungen, Umwandlungen), Erbrecht (Recht der Unternehmensnachfolge). Er ist ausgebildeter zertifizierter Testamentsvollstrecker (AGT).

Notar Budde ist in der Liste der Notare beim Generalkonsulat von Brasilien in Frankfurt a.M. verzeichnet.

Vita

Geburtsjahr 1950
Abitur 1969
Studium Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
1. Staatsexamen 1975
2. Staatsexamen 1978
Zulassung zur Rechtsanwaltschaft 1979
Fremdsprachen englisch, französisch
Hobbies Jagd, Kunst, Literatur
Mitgliedschaften ROTARY Warendorf
Gesellschaft Harmonie
diverse Kunstvereine
Deutscher Anwaltsverein
Bürgerschützenverein Warendorf
Arbeitsgemeinschaft für Erbrecht im DAV
Ehrenämter Aufsichtsrat "VIA"
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf a.D. (bis 2016)
Kurator des Josephs-Hospital Warendorf
Kuratoriumsmitglied Stiftung Evangelischer Kirchenkreis Münster
Lieblingszitat „Die Zeiten kommen, die Zeiten gehen, darum sind Urkunden und Schriften erfunden, damit dem menschlichen Gedächtnis nichts verloren geht.“
Lieblingsbuch Hans Magnus Enzensberger „Immer das Geld“.
Über was ärgern Sie sich? Unzuverlässigkeit. Unentschlossenheit.
+

Rechtsanwalt / Notar

Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Günther Ulrich Holzhey

Tätigkeitsschwerpunkte

- Arbeitsrecht
- Verkehrsrecht
- Handels- und Gesellschaftsrecht
- Baurecht

holzheybudde-holzheyde

Günther Ulrich Holzhey, geboren 1956 in Köln, studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Jura und mehrere Semester Philosophie und Musikwissenschaften. Nach dem anschließenden Rechtsreferendariat im Landgerichtsbezirk Münster wurde Herr Holzhey 1987 als Rechtsanwalt zugelassen. Die Ernennung zum Notar erfolgte 1995. Der Jurist spricht gut Englisch und verfügt über Grundkenntnisse in Französisch.

Rechtsanwalt Günther Ulrich Holzhey berät und vertritt seine Mandanten im Arbeitsrecht, Verkehrsrecht und Wirtschaftsrecht. Letztgenanntes umfasst die Bereiche Gesellschaftsrecht, Vertragsrecht und Produkthaftungsrecht.

Notar Holzhey ist in der Liste der Notare beim Generalkonsulat von Brasilien in Frankfurt a.M. verzeichnet.

Vita

Geburtsjahr 1956
Abitur 1976
Studium Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
1. Staatsexamen 1983
2. Staatsexamen 1986
Zulassung zur Rechtsanwaltschaft 1987
Ernennung zum Notar 1995
Fachanwalt für Arbeitsrecht 2000
Fachanwalt für Verkehrsrecht 2007
Fremdsprachen englisch
Hobbies Motorradreisen, Uhren
Mitgliedschaften Deutscher Anwaltsverein
Anwaltsverein Warendorf
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltsvereins
Arbeitsgemeinschaft für Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltsvereins
Verkehrswacht im Kreis Warendorf
Bürgerschützenverein
Gesellschaft Harmonie
Ehrenämter Vorstand der Verkehrswacht in Kreis Warendorf e.V.
Lieblingszitat Alles wird gut!
Wofür können Sie sich richtig begeistern Für Motorradtouren durch schöne Landschaften
Worte oder Phrasen, die Sie oft benutzen Am Ende ist Alles gut und wenn nicht Alles gut ist, dann ist es nicht das Ende.
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Rechtsanwalt / Notar

Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Klaus Ermeling

Tätigkeitsschwerpunkte

- Arbeitsrecht
- Verkehrsrecht
- Vertragsrecht

ermelingbudde-holzheyde

Klaus Ermeling wurde 1958 in Münster geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Zulassung zur Anwaltschaft arbeitete er als niedergelassener Rechtsanwalt. Später erfolgte noch die Ernennung zum Notar.

Rechtsanwalt Ermeling ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und zugleich Vertragsanwalt des ADAC. Er berät und vertritt seine Mandanten in allen Bereichen des Verkehrsrechts. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Arbeitsrecht. Daneben vertritt er seine Mandanten in allgemeinen Fragen des Vertragsrechts und des Transport- und Speditionsrecht.

Vita

Geburtsjahr 1958
Abitur 1979
Studium Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
1. Staatsexamen 1986
2. Staatsexamen 1989
Zulassung zur Rechtsanwaltschaft 1989
Fremdsprachen englisch
Hobbies Fußball, Motorrad fahren, Tennis, Lesen
Mitgliedschaften Tennisverein
Fußballverein
Sportverein
Ehrenämter DRK
Lieblingsbuch Die Säulen der Erde
Einen persönlichen Traum, den Sie sich irgendwann erfüllen möchten? Reisen
+

Rechtsanwalt

Matthias Spengler

Tätigkeitsschwerpunkte

- Arbeitsrecht
- Verkehrsrecht
- Handels- und Gesellschaftsrecht
- Bankrecht
- Versicherungsrecht

spenglerbudde-holzheyde

Matthias Spengler, 1985 in Telgte geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Rechtswissenschaften. Anschließend folgte das Rechtsreferendariat im Landgerichtsbezirk Münster und die Zulassung zur Anwaltschaft im Jahr 2013.

Vita

Geburtsdatum 1985
Abitur 2005
Studium Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
1. Staatsexamen 2010
2. Staatsexamen 2013
Zulassung zur Rechtsanwaltschaft 2013
Fremdsprachen englisch
Hobbies Rennrad, Laufen
Mitgliedschaften Deutscher Anwaltsverein
Anwaltsverein Warendorf
Alte Loburger e.V.
Ehrenämter Aufsichtsrat Volksbank eG
Lieblingsbuch Das Parfum
Welche Fähigkeiten und Talente besitzen Sie? Begeisterungsfähigkeit, Ausdauer, Gründlichkeit
Einen persönlichen Traum, den Sie sich irgendwann erfüllen möchten? New York Marathon
Über was ärgern Sie sich? Unzuverlässigkeit, Unehrlichkeit
+

Rechtsanwalt

Simon Steckel

Tätigkeitsschwerpunkte

- Familienrecht
- Miet- und Wohnungseigentumsrecht
- Erbrecht

steckelbudde-holzheyde

Simon Steckel studierte Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. Während seines Studiums engagierte er sich für die Studierendenschaft als Öffentlichkeitsreferent des Fachschaftsrates Jura und als Revisor des Allgemeinen Studierendenausschusses. Nach dem Studium folgte das Referendariat am Landgericht Münster mit Stationen in Nottuln und Bocholt.

Im Anschluss an das zweite Staatsexamen arbeitete Rechtsanwalt Steckel in einer familienrechtlich ausgerichteten Kanzlei in Münster, wo er neben dem Familienrecht auch das Miet- und Wohnungseigentumsrecht vertiefte.

Diese Tätigkeitsschwerpunkte führt Rechtsanwalt Steckel seit 2015 auch in der Sozietät Budde, Holzhey & Kollegen fort.

Vita

Geburtsdatum 1985
Abitur 2004
Wehrdienst in Holzminden 2005
Studium Georg-August-Universität Göttingen
Referendariat Landgericht Münster
1. Staatsexamen 2010
2. Staatsexamen 2014
Zulassung zur Rechtsanwaltschaft 2014
Fremdsprachen englisch
Hobbies Mountainbiken, Badminton, Reisen
Wofür können Sie sich richtig begeistern? Gutes Essen mit guten Freunden.
Welche besonderen Fähigkeiten und Talente besitzen Sie? empathiefähig; teamfähig, lösungsorientiert, positive und lebensfrohe Lebenseinstellung
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Termine und allgemeine Anfragen

Sekretariat

Unser Team steht Ihnen montags bis freitags von 08.00 - 13.00 Uhr und von 14.00 - 18.00 Uhr mit Rat und Tat zur Seite. Ist schnelle Hilfe erforderlich, sind wir natürlich auch außerhalb der normalen Bürozeiten, samstags oder direkt vor Ort für Sie da.

infobudde-holzheyde 

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Sigrid Brauner
Alexandra Degler
Sandra Esche
Karin Fedder
Klaudija Franzbecker
Daniela Kulinski
Stella Malich
Helga Muñoz Gonzales
Mareike Schmidt
Angelika Streich
Margret Termühlen
Ulrike Wieck

+

Anwaltskanzlei

Budde, Holzhey & Kollegen

August-Wessing-Damm 16/B64
48231 Warendorf
Telefon +49 2581 22 44
Telefax +49 2581 61350

Öffnungszeiten

Mo.–Fr.        8 – 13 Uhr
Mo.–Do.    14 – 18 Uhr
Fr.             14 – 17 Uhr

Individuelle Sprechzeiten nach Vereinbarung.

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